Digitales Schichtbuch 2.0

Das Digitale Schichtbuch 2.0 ermöglicht Zugang zu sämtlichen Informationen einer Produktionseinheit.

Einsatzgebiete des Digitalen Schichtbuches 2.0

  • Produktionsabteilungen von Industrieunternehmen

 

Entstanden ist das Digitale Schichtbuch 2.0 bei einer Produktionsabteilung eines großen Automobilzulieferers. Bei der iterativen Entwicklung des digitalen Schichtbuches 2.0 hat sich gezeigt, dass ein Nutzen für Mitarbeiter und Unternehmen bereits bei 20 Mitarbeitern entsteht.

Kernfunktionen des Digitalen Schichtbuches 2.0

Übersicht über Aktivitäten in der Abteilung

Die Aktivitäten-Übersicht bietet eine Übersicht über sämtliche Aktivitäten in einer Abteilung. Die Liste kann einen Tag oder einen ganzen Monat darstellen und zeigt den Mitarbeiter, seine Aktivität, die betroffene Anlage, das Datum und die Tätigkeit.

Archiv über Aktivitäten

Die Monatsansicht auf die Aktivitäten in einer Abteilung bietet einen chronologischen Überblick über die bisherigen Aktivitäten, z.B. rund um eine Maschine. So können Mitarbeiter mit wenig Aufwand Informationen auffinden und darauf aufbauend Entscheidungen treffen. Neben der eigentlichen Information finden sie den Ersteller und somit eine Kontaktmöglichkeit – auch wenn diese außerhalb ihrer eigenen Schicht arbeitet.

Schichtbucheinträge

Die Mitarbeiter können selber Einträge verfassen, so dass direkt vor Ort an einer Maschine oder im Gruppenraum Aktivitäten dokumentiert werden können. Es können neben gewöhnlichen Einträgen auch Nachrichten an die folgende Schicht hinterlassen werden, so ist eine direkte Kommunikation mit den zeitlich versetzt arbeitenden Kollegen möglich. Darüber hinaus werden Aktivitätenlogs von Maschinen oder Prozessen (z.B. Wartungsarbeiten) direkt ins Schichtbuch eingetragen.

Mögliche Einsatzszenarios des Digitalen Schichtbuches2.0

Integrierte Dokumentation der Schicht

Vorher

Am Ende der Schicht dokumentiert der Werkzeug-Einsteller wichtige Ereignisse in einem handschriftlichen Schichtbuch und füllt dazu eine Reihe weiter Formular aus. In diesem Prozess gibt es viele wichtige Informationen zu pflegen und es ist nicht möglich Fotos oder digitale Dokumente hinzufügen, sondern alles muss schriftlich ausformuliert werden. Die papierbasierte Dokumentation bringt zu dem das Problem mit, dass die Informationen nicht effizient durchsucht werden können und nur ortsgebunden verfügbar sind. Möchte ein Kollege aus dem Büro etwas nachsehen, muss er das Schichtbuch erst suchen und dann durchblättern.

Nachher

Mit dem digitalen Schichtbuch 2.0 können Mitarbeiter bereits während der Schicht wichtige Vorfälle dokumentieren. Dazu werden Ereignisse halbautomatisch, z.B. nach Wartungsarbeiten, dokumentiert und müssen nur noch im Bedarfsfall kommentiert werden. Durch die Fotofunktion des Tablets können neben Text- und Audionachrichten auch Bilder der Dokumentation hinzugefügt werden. Das spart viel Schreibarbeit und macht den Sachverhalt für andere Kollegen greifbar. Zudem stehen allen Mitarbeitern die Informationen zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung.

Mobile Einsatzplanung und Arbeitsvorbereitung

Vorher

Kurz vor Beginn der Schicht muss der Teamleiter Jürgen den Schichtplan aufstellen. Allerdings muss er zunächst Informationen über die wichtigsten Produktionszahlen und Anwesenheitslisten sowie alle Krankmeldungen und Urlaubsmeldungen abgleichen, bevor er die Mitarbeiter den Maschinen zuweist. Er tut dies, indem er vorgefertigte Karten in die jeweiligen Taschen auf ein Brett in seinem Büro steckt. Dabei hat Jürgen besondere Situationen zu berücksichtigen, zum Beispiel, wenn Arbeiter aus seinem Team aufgrund von Produktionsengpässen an andere Montagelinien delegiert werden oder umgekehrt. Solche Situationen müssen mit anderen Teamleitern sowie dem Produktmanager koordiniert werden. Bevor die Schicht beginnt kommen Bediener und Werkzeugsetzer ins Teamleiter-Büro um die Informationen über ihren Tagesablauf zu erhalten.

Nachher

Kurz vor Beginn der Schicht weist der Teamchef Jürgen den Mitarbeitern die Maschinen zu, indem er das Icon auf dem Tablet in das entsprechende Feld zieht (drag & drop). Er kann den Status wählen, wie z.B. “Arbeitsplatz nicht besetzt”, wenn einige Arbeiter krank oder im Urlaub sind oder an andere Fließbänder delegiert wurden. Wenn zusätzliches Personal am Fließband nötig ist, kann er diesen Arbeitsplatz als “mehrfach besetzt” markieren. Der Schichtplan ist auf einem zentralen Bildschirm in der Werkshalle einsehbar, so dass Bediener und Werkzeugsetzer den heutigen Zeitplan direkt überprüfen und an ihren Maschinen arbeiten können. Mögliche Updates während der Schicht erscheinen auch auf dem Bildschirm. Die mobile Einsatzplanung und Arbeitsvorbereitung ermöglicht eine schnellere und effizientere Kommunikation mit dem Personalbüro. Informationen darüber, wer an welcher Maschine gearbeitet hat, ist zentral im System gespeichert. Dies führt zu mehr Transparenz und macht es leichter herauszufinden, wen es anzusprechen gilt, wenn Probleme auftreten.

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