Die FACTS4WORKERS-Lösung bei Thermolympic S.L.

Die FACTS4WORKERS-Lösung stellt den Mitarbeitern alle relevanten Informationen für die Herstellung von Plastikbauteilen, das Qualitätsmanagement, die Weiterbildung von Maschinenarbeitern und die Instandhaltung der Maschinen zur Verfügung.

Einsatzgebiet

  • Viele Bauteile umfassen eigene Komponenten, die mithilfe verschiedener automatisch und manuell betriebener Tools montiert werden.
  • Die Weiterbildung der Mitarbeiter ist grundlegend, um eine einwandfreie Qualität sicherzustellen.

 

Thermolympic S.L. stellt komplette Bauteile her oder verarbeitet vorgefertigte Werkstücke sowie Komponenten. Die Komponenten werden zu Zwischen- oder Endprodukten zusammengebaut, bevor sie an den Kunden ausgeliefert werden. Der Kundenstamm von Thermolympic besteht aus Erstausrüstern der Automobilbranche bis hin zu Anbietern von Konsumgütern für Supermärkte. Es ist das Ziel von Thermolympic, die bestmögliche Produktionsqualität zu liefern. Daher arbeitet Thermolympic eng mit seinen Kunden zusammen – in den Bereichen Simulation und Design über den Produktionsprozess bis hin zu Qualitätskontrolle und Lieferung. Die größte Herausforderung besteht darin, dass viele Informationen noch nicht digital zur Verfügung stehen und daher schnell veraltet sind. Aus diesem Grund möchte Thermolympic hauptsächlich Verbesserungen bei der Echtzeitdatenerfassung und -analyse erzielen.

Kernfunktionalität

Fehler und Lösungen

Das System bietet Zugriff auf eine Sammlung von Lösungen für die meisten Probleme, die während der Produktion auftreten. Das entwickelte System wird von den Mitarbeitern mit Informationen versorgt und dient als Wissensmanagementsystem, mit dem Mitarbeiter ihr Wissen untereinander teilen können. So ermöglicht das System die Schaffung eines kollaborativen Arbeitsumfelds, in dem sich die Mitarbeiter gegenseitig durch die Entwicklung einer gemeinsamen Wissensdatenbank unterstützen. Die integrierte Rollenverwaltung schützt die Mitarbeiter vor ungerechter Behandlung, sodass sie keine Aktivitäten ausführen müssen, die nicht innerhalb ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen liegen. Die Mitarbeiter können mithilfe von Medieninhalten (Texten, Videos, Audio-Dateien) Fehler kommentieren und beschreiben sowie Lösungen vorschlagen.

Prozessüberwachung

Die Prozessüberwachung ermöglicht es den Mitarbeitern, kontinuierlich Feedback zum aktuellen Prozessstatus zu erhalten. So können sie Verbesserungsmaßnahmen einleiten, sobald eine negative Entwicklung sichtbar wird. Die Prozessüberwachung basiert auf einer direkten Verbindung der F4W-Lösung zur SPS der Spritzgussmaschinen. Die überwachten Parameter sind zum Beispiel Einspritztemperatur, Einspritzzeit usw.

Geteilte Dokumente

Der unmittelbare Zugriff auf geteilte Dokumente bietet den Mitarbeitern eine erhöhte Eigenständigkeit und reduziert ihren Stress aufgrund von fehlenden Informationen. Die im Online-Verzeichnis verfügbaren Dokumente umfassen Bedienungsanleitungen, Qualitätskontrollbögen und alle nötigen Unterlagen zur Wartung jeder einzelnen Komponente der Montagelinie.

Weiterbildung

Die Lösung bietet Unterstützung bei der Weiterbildung und ermöglicht es den Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen auszubauen. Das Weiterbildungsmodul basiert auf den Ergebnissen der Mitarbeiteraktivitäten und wird automatisch an die Fehler und Defizite der Mitarbeiter angepasst.

Vorteile der FACTS4WORKERS-Lösung

Die Herstellung fehlerhafter Bauteile korrigieren

Vorher

Carla arbeitet an einer Maschine und führt wie immer Messungen durch. Viele der Bauteile entsprechen nicht den Spezifikationen. Carla wird klar, dass die Maschine fehlerhafte Bauteile produziert. Dabei handelt es sich um einen Notfall. Carla wendet sich umgehend an den Gruppenleiter Eduardo, da sie das Problem selbst nicht lösen kann. Eduardo hält die Maschine an. Sie analysieren zusammen die fehlerhaften Bauteile und versuchen den Grund für die fehlerhafte Herstellung herauszufinden. Währenddessen steht die Maschine still und Thermolympic verliert wertvolle Produktionszeit. Wenn es sich um einen häufigen Fehler handelt, weiß Eduardo, was zu tun ist und kann die Maschine entsprechend anpassen. Wenn der Fehler jedoch nicht so häufig auftritt, muss Eduardo verschiedene Einstellungen an der Maschine testen, um ihn zu beheben. In beiden Fällen muss Eduardo zunächst die Dokumentation der aktuellsten Bauteile manuell überprüfen und analysieren. Danach muss er sich auf sein Bauchgefühl und seine Fähigkeiten als Ingenieur verlassen, um den Fehler zu beheben.

Nachher

Carla fällt während der Arbeit auf, dass eine Maschine in großen Mengen fehlerhafte Produkte produziert. Dabei handelt es sich um einen Notfall. Carla lässt sich von ihrem Tablet, welches mit der Cloud für die Qualitätskontrolle von Thermolympic verbunden ist und Fehler in Echtzeit analysiert, eine Übersicht über den aktuellen Fehler anzeigen. Da das Tablet auch die Einstellungen der Maschine sowie die Lösung für diese Art von Fehler kennt, gibt es Carla an, wie die Maschine entsprechend angepasst werden muss. So muss Carla die Maschine nicht anhalten und kann das Problem sofort selbst lösen. Sollte es sich um ein schwerwiegenderes Problem handeln, kann sie über das Tablet den Mitarbeiter, der zuvor an dieser Maschine gearbeitet hat, oder den Werkmeister kontaktieren, um mehr Informationen zu erhalten oder um Hilfe zu bitten. Zusätzlichen werden die Fehlermeldung und alle an der Maschine vorgenommenen Änderungen automatisch dokumentiert und in Echtzeit dem Qualitätsmanagement übermittelt. Dieses weiß somit über das Problem Bescheid und kann sich bei Bedarf einschalten. Außerdem wird alles durchgehend dokumentiert, wodurch das Qualitätsmanagement sowie die zukünftige Fehleranalyse und -behebung verbessert werden.

Selbstbestimmte Weiterbildung am Arbeitsplatz

Vorher

Carla arbeitet wie immer an der Maschine und überprüft die Bauteile stichprobenartig auf Fehler. Heute arbeitet sie schneller als die Maschine und möchte daher die „eingesparte“ Zeit nutzen, um sich weiterzubilden. Sie möchte ihr Wissen über die Maschine erweitern, an der sie arbeitet. Die einzigen Informationen, die vor Ort zur Verfügung stehen, sind auf einem großen unhandlichen Plakat gedruckt, das an einer nahegelegenen Wand angebracht ist. Der Plan ist nicht mehr aktuell und enthält weder die neusten Spritzgussmodule noch die Maschineneinstellungen. Außerdem ist er bereits verblichen und daher nur schwer lesbar. Darüber hinaus ist der Plan an einer Wand angebracht, von der aus Carla ihre aktuelle Fertigungslinie nicht im Blick behalten kann. Aus diesen Gründen ist Carlas Motivation, etwas Neues zu lernen, im Keim erstickt.

Nachher

Carla arbeitet wie immer an der Maschine. Da sie gelegentlich etwas Zeit „übrig” hat, will sie diese nutzen, um ihr Wissen über die Maschine zu erweitern. Sie nimmt ihr F4W-Tablet und öffnet die Informationen zur aktuellen Maschine. In der Anwendung kann sie sich über jede Maschine und deren Produktionsprozess informieren. Dabei stehen verschiedene Detaillevel zur Verfügung, in denen die Informationen durch umfassende Medienbeiträge, wie Beschreibungen, Bilder und interaktive Videos unterstützt werden. Diese Möglichkeit nutzt sie jetzt viel häufiger, da sie selbstständig und in ihrem eigenen Tempo lernen kann. Außerdem kann sie das Tablet direkt an ihrer Fertigungslinie benutzen und behält dabei alles im Blick, da sie das Tablet über fehlerhafte Bauteile informiert, falls nötig. Carla interessiert sich besonders für die letzten Schritte des Produktionsprozesses, da sie genau daran beteiligt ist. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung fallen ihr zwei Kleinigkeiten auf, die sie ändern würde, da sie die Arbeit erleichtern und auch den Produktionsprozess beschleunigen. Sie möchte einen Verbesserungsvorschlag einreichen, hat aber keine Zeit, alles aufzuschreiben. Daher markiert sie das letzte Maschinenbauteil als „verbesserungsfähig“. Am Ende ihrer Schicht sieht ihr Vorgesetzter diese Markierung und spricht Carla auf ihren Verbesserungsvorschlag an.

Bewertung von Echtzeitdaten

Vorher

Der Qualitätsmanager Jose hat ein Meeting mit der Geschäftsleitung. Er präsentiert die aktuellen Daten aus der Fabrikhalle, aber der Datensatz ist schon eine Woche alt. Alle Daten wurden manuell gemessen, händisch aufgeschrieben und dann in mehrere Excel-Dateien übertragen, woran verschiedene Personen beteiligt waren. Diese Daten geben der Geschäftsleitung einen groben Überblick über die Vorgänge der letzten Woche. Trotzdem ist jedem bewusst, dass dieser Datensatz etwas fehlerhaft und daher nicht zu 100 % verlässlich bzw. aktuell ist. Aus diesem Grund ist die Geschäftsleitung bei der Planung der nächsten Produktionslinie sehr zurückhaltend und sagt nur kleine Liefermengen zu. Diese Leistungsschwäche wird sich negativ auf den Jahresumsatz auswirken.

Nachher

Der Qualitätsmanager Jose hat ein Meeting mit der Geschäftsleitung. Stolz präsentiert er die aktuellen Daten aus der Fabrikhalle, da er dieses Mal ordentliche Statistiken und Echtzeitdaten vorzeigen kann, die von verschiedenen F4W-Lösungen, wie den automatischen Fehlerberichten, gesammelt wurden. Dank der hohen Genauigkeit der Daten, einer klaren Darstellung und verschiedenen Analysemöglichkeiten erkennt die Geschäftsleitung schnell, dass im Sommer häufig mechanische Probleme auftreten. Daraus ergibt sich die Idee, in eine bessere Klimaanlage zu investieren. Ein einfacher simulierter Produktionsprozess bei verbesserten Temperaturen zeigt deutlich bessere Ergebnisse.

Detaillierte Leitlinien erhöhen die Geschwindigkeit beim Wiederzusammenbau

Vorher

Die Produktionslinie wird verändert. Daher muss die Spritzgussmaschine von Eduardo neu zusammengebaut werden. Da Thermolympic ein neues Produkt eingeführt hat, ist ihm das Spritzgussmodul nicht bekannt. Er muss sich die technischen Zeichnungen und Spezifikationen jedes Bauteils ansehen. Diese sind jedoch sehr umfangreich sowie unhandlich und die wichtigen Teile sind immer gefaltet, sodass sie nur schwer lesbar sind. Außerdem enthalten die Pläne nicht die maßgefertigten Bauteile der Maschine. Daher benötigt er mehrere Anläufe, um alles richtig zusammenzubauen. Außerdem waren einige Anpassungen nötig, die in den technischen Zeichnungen nicht beschrieben wurden. Zurzeit ist Eduardo der Einzige, der von diesen Anpassungen weiß, da er sie nicht sachgerecht dokumentieren kann. Insgesamt musste die Maschine für mindestens eine halbe Stunde abgeschaltet werden, bis die Produktionslinie wieder einsatzbereit war.

Nachher

Die Produktionslinie wird verändert. Daher muss die Spritzgussmaschine von Eduardo neu zusammengebaut werden. Eduardo schaut sich auf seinem F4W-Tablet alle nötigen Informationen zur Montage an. Zusätzlich zu den technischen Zeichnungen, gibt es zwei kurze Videos. Diese beschreiben auf verständliche Weise die schwierigen Schritte zum Einbau der neuen Spritzgussmodule. Außerdem wird die Remontage detailliert beschrieben und es gibt Kommentare von Kollegen und anderen Gruppenleitern für das Vorgehen. Wenn ein Kommentar nicht ausreicht, kann Eduardo über die Chat-Funktion den Verfasser direkt kontaktieren oder um seine Anwesenheit an der Maschine bitten. Zusätzlich kann Eduardo jetzt jeden Prozessschritt mithilfe einer Checkliste und – falls nötig – zusätzlichen Fotos und Kommentaren entsprechend dokumentieren. Dadurch kann er die Maschine im Handumdrehen zusammenbauen. Dabei hat er außerdem die Dokumentation der Maschine verbessert, sodass er beim nächsten Mal noch schneller vorankommen wird.

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